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Für Russen sind Hühnerfüße ein gefragtes Handelsgut – deshalb ist es entscheidend, Fußballendermatitis zu vermeiden. Ein dänisches Hygienepulver wurde in Russland mit gutem Erfolg getestet.
Hühnerfüße sind in Russland sehr begehrt. Daher ist es – neben dem rein tierschutzbezogenen Aspekt – von großer Bedeutung für die Absatzmöglichkeiten der Produzenten, dass Masthühner ohne Abbrennen an den Fußballen aufgezogen werden.
Das hat der dänische Hersteller J.N. Jorenku aus Tappernøje erkannt. Das Unternehmen hat in den vergangenen zwei Jahren intensiv daran gearbeitet, sein Hygienemittel Staldren® auf dem russischen Markt zu registrieren, zu testen und zu verkaufen.
Das berichtet Jens Rasmussen, Verkaufs- und Marketingleiter bei Jorenku.
Staldren® wurde auf Betriebsebene in Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten, Futtermittelunternehmen, Tierärzten und Laboren getestet. In den Mastställen für Geflügel wurde Staldren® in 1–3 Ställen eingesetzt und mit 1–3 Kontrollställen auf demselben Betrieb ohne Staldren®verglichen“, erklärt Jens Rasmussen.
Gute Ergebnisse
Laut dem Verkaufsleiter hat Staldren® gute Ergebnisse hinsichtlich der Fußballendermatitis, des Wachstums und der Sterblichkeit gezeigt.
„Wir haben dokumentiert, dass die Verletzungen an den Fußballen von 81 % auf 20 % gesunken sind. Da Hühnerfüße von Russen in großem Stil verkauft werden, ist es für die Produzenten äußerst wichtig, diese Probleme vollständig im Griff zu haben“, erklärt er.
„Die Verringerung der Fußballenschäden ist darauf zurückzuführen, dass Staldren® das Ammoniak im Stall neutralisiert und somit den Ammoniakdruck reduziert. Gerade das Ammoniak verursacht die Fußballendermatitis“, führt Jens Rasmussen aus.
Höhere Gewichtszunahme und geringere Sterblichkeit
Neben der Abnahme der Fußballendermatitis zeigen die Versuche auch eine höhere tägliche Gewichtszunahme und eine geringere Sterblichkeit.
„Die tägliche Zunahme ist deutlich gestiegen. Mit Staldren® ist das Gewicht pro Huhn auf einem Betrieb, der jährlich 5 Millionen Hühner produziert, um 50 Gramm gestiegen. Die höhere Zunahme ist auf die trocknende Wirkung von Staldren® zurückzuführen, die für ein deutlich besseres Stallklima sorgt“, betont Jens Rasmussen.
Seinen Angaben zufolge zeigen die Versuche auch eine deutlich geringere Sterblichkeit.
„Die tägliche Sterblichkeit ist von rund 200 Tieren auf unter 25 Tiere pro Tag gesunken. Dieser Rückgang ist auf die desinfizierende Wirkung des Produkts zurückzuführen, die den Bakterien deutlich schlechtere Lebensbedingungen bietet“, sagt er.
Jens Rasmussen gibt an, dass während der Versuche 16–18 Säcke à 25 Kg Staldren® verwendet wurden. Das Produkt kann in allen Formen der Geflügelhaltung eingesetzt werden.
Ein spezieller Markt
Der Verkaufsleiter erklärt weiter, dass der russische Markt speziell und anspruchsvoll ist. Er erfordert eine starke Präsenz vor Ort. Doch die Versuche in Kombination mit der zweijährigen Marktbearbeitung haben eine solide Position auf dem Markt geschaffen. „Mehrere Komplettladungen Staldren® wurden bereits an Hühner-, Schweine- und Milchviehbetriebe geliefert, und wir haben viele Nachbestellungen von Russen erhalten“, sagt Jens Rasmussen, der großes zukünftiges Potenzial im russischen Markt sieht.
Quelle: Effektivt Landbrug, d. 20. februar 2010